Sonderschule und landwirtschaftliches Berufsbildungswerks in Dampada

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In Odisha werden 60 % der Wirtschaftsleistung im Agrar-Sektor erbracht, so dass Fähigkeiten und Kenntnisse in diesem Bereich besonders wichtig sind. Auszubildende sollen in Dampada in die Lage versetzt werden, in ihre Dörfer zurückzukehren und ihren Familien bei der Feldarbeit zu helfen. Zu diesem Ziel erhalten sie eine Ausbildung mit der Dauer von 3 Monaten bis einem Jahr. Diese Ausbildungsmöglichkeit wird von der Regierung von Odisha anerkannt und gefördert.

In Damapada werden u.a. verschiedene Gemüsesorten und Reis angebaut, zudem ist geplant, einen Kuhstall einzurichten und Milchwirtschaft zu betreiben.

Die Arbeit des landwirtschaftlichen Berufsbildungswerks wird von CHETANA e.V. Deutschland seit vielen Jahren mit Hilfe von Spenden unterstützt, so dass u.a. die Anschaffung eines Traktors finanziert werden konnte. Am Standort Damapada wurden in den letzten Jahren zwei vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziell geförderte Projekte realisiert.

Chetana e.V. Deutschland freut sich sehr über die erfolgreiche Umsetzung deutsch-indischer Entwicklungszusammenarbeit in Dampada. Wir leisten einen kleinen Beitrag für die Eröffnung von Bildungschancen und die dadurch mögliche menschenwürdigen Existenz für geistig behinderte Menschen in Odisha!

Kleine Solaranlage in Domapada

Auf dem Dach des Berufsbildungswerks in Damapada wurde eine kleine Solaranlage installiert. Dieses Projekt wurde durch mehrere Mitglieder von Chetana e.V. initiiert, die bei der BASF-Wintershall AG beschäftigt sind und sich am globalen Projekt des Unternehmes „Connectedto Care“ beteiligt haben. Das Projekt in Damapada erwies sich als eines der erfolgreichen Projektvorschläge, so dass eine Fördersumme von 5000 € gewährt wurde – zweckgebunden für die Installation einer Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung.

Im ländlichen Bereich des Bundestaats Odisha, in dem sich Damapada befindet, sind Stromausfälle von fünf bis sechs Stunden täglich durchaus üblich, die mit Hilfe der Solaranlage vermieden werden können.

Am 29. Oktober 2015 wurde mit der Stromerzeugung begonnen, so dass die Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner des Berufbildungswerks erheblich verbessert werden konnten – insbesondere durch den regelmäßigen Betrieb der aufgrund der klimatischen Verhältnisse erforderlichen Ventilatoren. Abgesehen von einem kurzen „Winter“ (Dez./Jan.) mit erträglichen Temperaturen sind diese Ventilatoren praktisch ständig in Betrieb.

Vor dem Hintergrund der Erweiterung des Berufsbildungswerks ist es notwendig, eine größere Solaranlage auf dem Dach des neuen Gebäudes zu installieren.